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Ein Bonner Umwelt-Oscar geht an das Münster-Carré
Neue Partner von Sustainable Bonn
ausgezeichnet
Im Rahmen einer Feierstunde in der kfw-Bank wurden heute neun
Betriebe mit dem Label „Partner of Sustainable Bonn“ ausgezeichnet. Zu den
Gratulanten zählten Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und R. Tilmann Flaig,
Geschäftsführer der Tourismus & Kongress GmbH, der auch die Urkunden
überreichte. Mit dabei ist nun auch das Münster-Carré Bonn.
"Sustainable
Bonn - Konferenzort der Nachhaltigkeit" wurde im Jahr 2006 von der Stadt Bonn in
Zusammenarbeit mit der Tourismus & Congress GmbH initiiert und fördert die
praxisnahe Verankerung des Prinzips der Nachhaltigkeit in folgenden drei
Bereichen: Ökonomie (Senkung der Betriebskosten und Einsatz innovativer
Technologien), Ökologie (Einsatz von Umwelttechnik und Reduzierung des
Ressourcenverbrauchs) und Soziales (Erhaltung/Schaffung von Arbeitsplätzen und
Mitarbeitermotivation).
„Dieser Bonner Umwelt-Oscar ist kein Schauspielpreis, sondern ein Meilenstein
auf dem Weg zu einer gesunden und gerechteren Welt“, so kommentiert
Münster-Carré-Leiter Reinhard Sentis die Zertifizierung durch die Tourismus und
Congress GmbH. „Aber er gilt vor allem auch meinen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, die sich trotz der Belastung in unserer Startphase mit viel
Engagement in dieses Projekt hineingekniet haben.“
Tatsächlich mussten viele Akten gewälzt werden. „Die Datenerhebung war nicht
ganz einfach, da es bislang noch keine separaten Zahlen gab.“, so die sichtlich
erleichterte Gebäudemanagerin Jasmin Thiel. „Aber wir haben uns durchgebissen
und es hat sich für alle gelohnt.“
Auch Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher freute sich sehr über die
Auszeichnung und verwies auf die Notwendigkeit, die richtigen Schritte zu tun.
„Papst und Bischöfe weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig die Bewahrung
und der Schutz der Schöpfung für alle Menschen ist.“, so der Münsterpfarrer, der
auch darauf hinwies, dass der Kampf um die Güter immer wieder kriegerische und
unmenschliche Ausmaße annimmt. „Wir können in Bonn und in Europa nicht mehr so
tun, als würden uns die Menschen auf den anderen Kontinenten nichts angehen.
Auch die Gerechtigkeit bedarf endlich der Globalisierung.“
Für Reinhard Sentis geht bei dem Projekt nicht primär um ein Aushängeschild oder
eine Urkunde. Denn „die Erde als Lebenshaus für alle Menschen zu bewahren und zu
schützen gehört zu unseren vornehmlichsten Pflichten als Christen.“, schreibt er
im neuen Prospekt von Sustainable Bonn, indem mittlerweile 40 Betriebe
aufgeführt. Aufgrund der weltweiten und komplexen Probleme ist die
Nachhaltigkeit grundlegender Bestandteil des Unternehmenskonzeptes. Sentis
dankte aber auch den Protagonisten des Projektes bei der Tourismus und Congress
GmbH und lobte die gute Zusammenarbeit unter anderem mit Frau Alexandra
Gerstenberg und Herrn Martin Dölling. „Wir wurden freundlich und kompetent, aber
vor allem mit viel Geduld und Verständnis unterstützt.“
Bereits seit 2007 beziehen über 30 katholische Kirchengemeinden und
Institutionen Naturstrom. Der gesamte Gebäudekomplex am Bonner Münster wird mit
Fernwärme beheizt. Hinzu kommen viele weitere Einzelmaßnahmen im gastronomischen
Bereich und im Gebäudemanagement. Zur sozialen Nachhaltigkeit zählt der enge
Schulterschluss mit dem Caritasverband.
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