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Bonns
Stadtpatrone: Cassius & Florentius
Eine alte und ehrwürdige Legende aus der Zeit des
frühen Christentums berührt auch Bonn: Die
Legende der berühmten Thebäischen Legion. -
Danach bestand diese römische Einheit nur aus
Christen. Sie weigerte sich, dem Kaiser göttliche Ehren zu erweisen
und an der Christenverfolgung teilzunehmen. Ihr Anführer war
Mauritius. Er wurde in St. Maurice (Wallis) in der Schweiz getötet
und mit ihm jeder zehnte Mann. Aus der gleichen Truppe sollen in
Bonn die thebäischen Legionäre Cassius und Florentius den
Märtyrertod gestorben sein, in Köln Gereon mit seinen Gefährten und
in Xanten der heilige Viktor mit seinen Kameraden.
So die Legende. Die Archäologie jedenfalls
versichert, dass in Bonn im frühen vierten Jahrhundert, also noch in
römischer Zeit, eine Totengedächtnisstätte errichtet wurde, die man
später mit den Gräbern der Märtyrer in Verbindung brachte. Über ihr
erhob sich nachweislich im fünften Jahrhundert ein kleiner Kultraum.
Im elften Jahrhundert begann man dann an dieser Stelle mit dem Bau
des heutigen Münsters. Hier, und nicht im Römerlager im Norden der
heutigen Stadt, entwickelte sich seit der Jahrtausendwende der
heutige Stadtkern.
Nach der Eroberung Mailands
brachte Erzbischof Reinald von Dassel im Jahr 1164 die Gebeine der
Heiligen Drei Könige, die ihm Barbarossa aus Dank überlassen hatte,
nach Köln, wo sie bis heute im goldenen Schrein aufbewahrt werden.
Gemeinsam mit Probst Gerhard-von-Are erhob selbiger Bischof am
2.05.1166 im Bonner Münster auch die Gebeine der heiligen
Stadtpatrone Cassius und Florentius.
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