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Pressemeldung | 19.11.2007
Ein Gewinn für alle –
besonders für Gottes
Schöpfung
Katholische Kirche Bonn und SWB Energie und Wasser unterzeichnen
Rahmenvertrag zum Bezug von Naturstrom
Der
Stadtdechant der Stadt Bonn Wilfried Schumacher und der
Geschäftsführer der SWB Energie und Wasser Peter Weckenbrock haben
heute einen Rahmenvertrag zum Umstieg auf Naturstrom unterzeichnet.
Damit ist der Weg für alle Bonner katholischen Kirchengemeinden und
Institutionen geebnet, ab sofort aktiv das Klima zu schützen.
Bereits in der Startphase haben sich 29 Gemeinden für den Strom aus
100% regenerativer Energie entschieden. Das Bonner Münster selbst
geht mit der zusätzlichen Nutzung von Fernwärme soweit, ganz auf
fossile Energie zu verzichten.
„Es ist ein Gewinn für alle – besonders für Gottes
Schöpfung“ sagte der Stadtdechant in seiner Stellungnahme vor der
Presse. Es fehle zwar nicht an den moralischen Vorsätzen, wohl aber
an der aktiven Umsetzung der Maßnahmen zum Klimaschutz. Nicht erst
aufgrund des jüngsten Papiers des UN-Klimarates, der besagt, dass
der Klimawandel durch menschliche Aktivität verursacht sei, stünden
alle in der Verantwortung. „Angesichts der ethischen Tragweite und
der Gefahr der Verletzung christlicher und humaner Grundwerte ist
der Klimawandel ein Thema, dem sich gerade auch die Kirche stellen
muss“, zitierte Schumacher die Deutschen Bischöfe, die bereits 2006
eindringlich mehr praktisches Engagement in diesem Bereich
forderten.
Der Geschäftsführer von SWB Energie und Wasser Peter
Weckenbrock bezeichnete die Vertragsunterzeichnung als einen
„Meilenstein“. Die Kirchen seien damit „ein Leuchtturm, der anderen
Mut machen soll“, denselben Schritt zu gehen. Die zum Rahmenvertrag
beigetretenen Kirchengemeinden, die gemeinsam einen Jahresverbrauch
von rund 1,7 Millionen Kilowattstunden haben, reduzieren den
CO-2-Ausstoß um 1.100 Tonnen pro Jahr.
Diesem Projekt ging die ursprüngliche Überlegung
voraus, mittels eines Rahmenvertrages für die Kirchengemeinden die
Kosten für Gas und Strom zu senken. Die Idee des Gemeindeverbandes,
dabei auf Naturstrom umzusteigen, fand in der Vollversammlung der
Katholischen Kirchengemeinden großes Interesse. In der von der
Vollversammlung eingesetzten „Arbeitsgruppe Naturstrom“, deren
Mitglied Rosa Hemmers selbst auch anwesend war, wurde das Konzept
ausgearbeitet und den Gemeinden vorgestellt. „In unserem
Verantwortungsbereich wollten wir im Klimaschutz vorangehen. Dazu
haben wir ein glaubwürdiges Produkt gewählt“, sagte Hemmers, wies
aber gleichzeitig darauf hin, dass weitere Maßnahmen zum Naturschutz
im Gange seien.
Das Lebenshaus Erde habe einen hohen Wert und es sei
klar, dass es den Klimaschutz nicht zum Nulltarif gebe. Umso mehr
freue es aber, dass für die meisten Gemeinden die Stromkosten
gesenkt würden. Dies habe Vorbildcharakter. „Unser Gemeindeverband
ist der erste, der im Erzbistum einen solchen Rahmenvertrag
ausgehandelt hat. Und wir hoffen, dass andere unserem Bespiel folgen
werden“, so der Stadtdechant. „Es ist ein Gewinn für alle –
besonders für Gottes Schöpfung.“
Der bezogene Naturstrom wird durch das sog. „Grüne
Stom Label Gold“ zertifiziert. Damit gibt jeder Endverbraucher einen
zusätzlichen Wachstumsimpuls, da im Gegensatz zu vielen anderen
Ökostromanbietern garantiert wird, dass von jeder verkauften
Kilowattstunde mindestens ein Cent in den Aufbau von Neuanlagen zur
Nutzung erneuerbarer Energien investiert wird. Auf diese Weise
wurden bislang rund 700 Anlagen gefördert. Dabei gehe es aber um
Anlagen in der Region. „Von dieser regionalen Wertschöpfung
profitieren auch der Arbeitsmarkt und die Region als Standort für
Fortschritt und Innovation“, erläuterte Schumacher.
Wie das Bonner Münster, werden auch die anderen
Kirchengemeinden und Institutionen mit einer eigenen Plakette
ausgezeichnet. Diese wurde zeichenhaft heute bereits dem
Stadtdechanten für das Bonner Münster überreicht.
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