Seit dem 13.
Jahrhundert, als die Bonner die Münsterbasilika in ihr Stadtsiegel
aufnahmen, ist sie das Wahrzeichen der Stadt Bonn. Wenn sich auch
das Panorama der Stadt weitgehend verändert hat, so ist doch das
Münster immer noch beherrschend für das Stadtbild.
Das heutige Bonner
Münster ist über den Märtyrergräbern der beiden Stadtpatrone Cassius
und Florentius entstanden. Die Entwicklung von einer kleinen
Kultstätte der spätrömischen Zeit zur ersten Kirchengroßanlage im
Rheinland, zu einem bedeutenden Beispiel mittelalterlicher
rheinischer Kirchenbaukunst, lässt sich lückenlos verfolgen.
Der heutige Bau
geht hauptsächlich zurück auf die rege Bautätigkeit des 11. bis 13.
Jahrhunderts. Romanische und gotische Stilelemente verschmelzen hier
zu einer seltenen Harmonie. Auch die Ausstattung, die meist dem
Barock, dem Ende des vergangenen und unserem Jahrhundert entstammt,
fügt sich passend in den Raum ein und verleiht der Basilika eine ihr
eigene Atmosphäre, die den Besucher umfängt und ihm das Gefühl der
Geborgenheit verleiht.
Im 19. Jahrhundert
übernahm das Münster das Patrozinium der Nachbarkirche St. Martin,
die bald darauf niedergerissen wurde. Heute steht das Münster mitten
in einer lebendigen Stadt und bietet als Kirche in der City den
Mitgliedern der Gemeinde am Bonner Münster, den Passanten und
Touristen einen Ort der Stille und des Gebetes, einen Mittelpunkt
für ein Leben im Glauben an den Gott, den die Märtyrer hier schon im
3./4.Jahrhundert bezeugten.